Informationsgespräch – Der amtierende Landrat empfängt den Kandidaten, der sein Nachfolger werden will
Zum Gespräch trafen sich Landrat Matthias Wilkes (CDU) und Gerald Kummer (SPD), der bei der Direktwahl am 22. März sein Nachfolger werden will. Unter seinem Wahlspruch „Kummer kümmert sich“ informiert sich Kummer im Wahlkampf bei Bürgermeistern und so jetzt auch im Landratsamt darüber, wo der Schuh drückt. Wilkes, der nach zwölf Amtsjahren wegen Querelen mit der CDU in Frühjahr nicht mehr zur Wahl antritt, empfing den Kandidaten in seinen Diensträumen im Landratsamt in Heppenheim.
Der Landrat berichtete dem Kandidaten vom Stand der Verhandlungen über eine ICE-Verbindung zwischen Main und Neckar. Außerdem gab der scheidende Landrat dem Bewerber mit auf den Weg, Ziel der Bergstraße sei es, in einer Monopolregion Rhein-Main-Neckar den Mittelpunkt zu bilden. Dazu fehle eine Flughafenanbindung. Kummer schlug vor, über die ICE-Thematik den öffentlichen Personen-Nahverkehr an der Bergstraße attraktiver zu machen. Es gehe nicht an, dass bei der S-Bahn zwei Verkehrsverbünde nebeneinander her arbeiteten, ein Schienenstrang in Groß-Rohrheim ende und danach im Ried das Nirwana anfange. Kummer forderte eine Verzahnung der Verbünde. Wilkes pries den Rhein-Main-Neckar-Express von Frankfurt nach Waldorf ab Dezember 2017 als Meilenstein für den Nahverkehr.
Sein Nachfolger, kündigte Wilkes an, werde die Strecke in Betrieb nehmen und die Früchte seiner Arbeit ernten.
Weiteres Gesprächsthema: der Pakt für den Nachmittag an den Grundschulen. Dabei erfuhr Kummer, dass an der Bergstraße über das Programm familienfreundliche Schule bereits gute Voraussetzungen für eine Nachmittagsbetreuung geschaffen seien. Für die Städte und Gemeinden entstünden durch den Pakt keine zusätzlichen Kosten, sagte Wilkes.
Im Zusammenhang mit dem kommunalen Finanzausgleich versicherte Gerald Kummer, hinter Matthias Wilkes zu stehen, der gegen die finanzielle Unterversorgung der Kommunen und des Landkreises gegen das Land vor Gericht gezogen war. Beide waren sich einig, dass das Gerichtsurteil, die gerechtere Verteilung der Mittel auf die hessischen Kommunen, von Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) falsch umgesetzt sei. Pflichtaufgaben seien auch weiterhin nicht mehr bezahlbar, und die Schulden blieben stehen. „Wenn morgen die Zinsen steigen, stehen wir vor dem Aus“, sagte Kummer. Er forderte die Solidarität aller Kommunen, wenn es darum gehe, Einfluss auf das jetzt von Schäfer vorgelegte Papier zu nehmen, bevor es in ein Gesetz gegossen werde.
Wilkes sagte in dem offenen Gespräch, er hätte als Landrat gern weitergemacht. Doch die Grenzen des Zumutbaren seien erreicht gewesen, als
er in Wiesbaden für seinen Widerstand keine Rückendeckung von der Bergsträßer CDU erhalten habe. Dass die CDU an der Bergstraße bei fast
allen Wahlen zugelegt habe, sei mit sein Verdienst gewesen, doch dies sei von der Partei nicht gewürdigt worden. Matthias Wilkes will neben Gerald Kummer auch die weiteren Kandidaten empfangen.
Gerald Kummer steht Matthias Wilkes zur Seite
Informationsgespräch – Der amtierende Landrat empfängt den Kandidaten, der sein Nachfolger werden will
Zum Gespräch trafen sich Landrat Matthias Wilkes (CDU) und Gerald Kummer (SPD), der bei der Direktwahl am 22. März sein Nachfolger werden will. Unter seinem Wahlspruch „Kummer kümmert sich“ informiert sich Kummer im Wahlkampf bei Bürgermeistern und so jetzt auch im Landratsamt darüber, wo der Schuh drückt. Wilkes, der nach zwölf Amtsjahren wegen Querelen mit der CDU in Frühjahr nicht mehr zur Wahl antritt, empfing den Kandidaten in seinen Diensträumen im Landratsamt in Heppenheim.
Der Landrat berichtete dem Kandidaten vom Stand der Verhandlungen über eine ICE-Verbindung zwischen Main und Neckar. Außerdem gab der scheidende Landrat dem Bewerber mit auf den Weg, Ziel der Bergstraße sei es, in einer Monopolregion Rhein-Main-Neckar den Mittelpunkt zu bilden. Dazu fehle eine Flughafenanbindung. Kummer schlug vor, über die ICE-Thematik den öffentlichen Personen-Nahverkehr an der Bergstraße attraktiver zu machen. Es gehe nicht an, dass bei der S-Bahn zwei Verkehrsverbünde nebeneinander her arbeiteten, ein Schienenstrang in Groß-Rohrheim ende und danach im Ried das Nirwana anfange. Kummer forderte eine Verzahnung der Verbünde. Wilkes pries den Rhein-Main-Neckar-Express von Frankfurt nach Waldorf ab Dezember 2017 als Meilenstein für den Nahverkehr.
Sein Nachfolger, kündigte Wilkes an, werde die Strecke in Betrieb nehmen und die Früchte seiner Arbeit ernten.
Weiteres Gesprächsthema: der Pakt für den Nachmittag an den Grundschulen. Dabei erfuhr Kummer, dass an der Bergstraße über das Programm familienfreundliche Schule bereits gute Voraussetzungen für eine Nachmittagsbetreuung geschaffen seien. Für die Städte und Gemeinden entstünden durch den Pakt keine zusätzlichen Kosten, sagte Wilkes.
Im Zusammenhang mit dem kommunalen Finanzausgleich versicherte Gerald Kummer, hinter Matthias Wilkes zu stehen, der gegen die finanzielle Unterversorgung der Kommunen und des Landkreises gegen das Land vor Gericht gezogen war. Beide waren sich einig, dass das Gerichtsurteil, die gerechtere Verteilung der Mittel auf die hessischen Kommunen, von Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) falsch umgesetzt sei. Pflichtaufgaben seien auch weiterhin nicht mehr bezahlbar, und die Schulden blieben stehen. „Wenn morgen die Zinsen steigen, stehen wir vor dem Aus“, sagte Kummer. Er forderte die Solidarität aller Kommunen, wenn es darum gehe, Einfluss auf das jetzt von Schäfer vorgelegte Papier zu nehmen, bevor es in ein Gesetz gegossen werde.
Wilkes sagte in dem offenen Gespräch, er hätte als Landrat gern weitergemacht. Doch die Grenzen des Zumutbaren seien erreicht gewesen, als
er in Wiesbaden für seinen Widerstand keine Rückendeckung von der Bergsträßer CDU erhalten habe. Dass die CDU an der Bergstraße bei fast
allen Wahlen zugelegt habe, sei mit sein Verdienst gewesen, doch dies sei von der Partei nicht gewürdigt worden. Matthias Wilkes will neben Gerald Kummer auch die weiteren Kandidaten empfangen.