Kummer-kümmert-sich-Tour zur Bürstädter Bürgermeisterin – Barbara Schader treibt trotz Finanznot „die Lust, mit den Menschen Stadt zu gestalten“
BÜRSTADT. Barbara („Bärbel“) Schader blickt aus ihrem Bürofenster im
Bürstädter Rathaus direkt in die Zukunft. „Wo jetzt noch dieser Spielplatz
ist, entsteht eine Bewegungs- und Begegnungsanlage für alle Generationen“,
kündigt die Bürgermeisterin an. Das neue Herz der Stadt. Zwei Millionen Euro
soll das Projekt kosten. Landratskandidat Gerald Kummer (SPD) stutzt,
rechnet nach, wie die Bürgermeisterin die Investition bei einem dicken Minus
im Haushalt zu stemmen gedenkt. „Man braucht auch Glück – und die
notwendigen Kontakte“, macht Schader klar, dass die Wahl nicht zufällig auf
Bürstadt fiel. Im Juni 2014 hatte SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp 18 Kommunen
genannt, in denen „Alla-Hopp“-Anlagen gebaut werden sollen. Bürstadt zählte
dazu. Er wolle Alt und Jung einladen, sich auf den Anlagen zu treffen,
„Brücken zwischen den Generationen zu bauen“, begründete der Stifter seine
Geldgabe. Der weitläufige Bürgerhauspark biete optimale Voraussetzungen für
einen Bewegungs- und Begegnungspark im Alla-Hopp-Design. Wann es losgehe,
fragt Kummer. „Möglichst morgen“, entgegnet Barbara Schader und lächelt
zufrieden.
Die Liebe für ihre Heimatstadt sei ihr in die Wiege gelegt, erzählt die
Bürgermeisterin, die der CDU angehört, seit Juni 2013 im Amt ist,
Nachfolgerin von Alfons Haag, der 24 Jahre lang Bürgermeister in Bürstadt
war. Sie kam recht spät in die Kommunalpolitik, entdeckte „das soziale
Feld“, war in Vereinen aktiv, wurde Stadtverordnetenvorsteherin. Es sei nie
ihr Ziel gewesen, Bürgermeisterin zu werden. Doch dann fragte man sie, „und
ich stellte mich der Aufgabe“. Die einzige Frau an der Spitze einer
Stadtverwaltung im Kreis Bergstraße treibt die „Lust, mit Menschen Stadt zu
gestalten“. Das teilt sie mit ihrem Gast Gerald Kummer, der 17 Jahre lang
Bürgermeister in Riedstadt war. „Ich brauche die Nähe zu den Bürgern“, sagt
er und nickt zustimmend.
Auf seiner „Kummer-kümmert-sich“-Tour durch den Kreis, den er künftig als
Landrat gestalten will, kommt das Thema auch auf die Finanznot der Kommunen
in Hessen. Es bleibe „wenig Luft zum Atmen“, bestätigt die Bürgermeisterin,
betont aber zugleich die Einrichtungen, die sie für ihre „liebenswerte
Kleinstadt“ für unerlässlich hält: freiwillige soziale Ausgaben, wozu auch
das Erlebnisbad („ganz wichtig für die Lebensqualität“) mit einem
Zuschussbedarf von 280000 Euro im Jahr zu zähle. Man liege in Bürstadt mit
Steuern und Gebühren so, „dass wir noch familienfreundlich sind“. Die
Anhebung der Grundsteuer auf 430 Prozentpunkte sei eine „faire Belastung“.
Während das Land der Kommunen weitere freiwillige Leistungen untersage,
werde erwartet, dass der sogenannte Pakt für den Nachmittag von den Kommunen
mitgestemmt werde, gab Gerald Kummer zu bedenken. Hier seien viele Fragen
noch ungeklärt und auch offen, welche Schulen mitziehen. Es stelle sich die
Frage nach der Konnexität (Wer bestellt bezahlt). Denn der Kreis müsse
Räume schaffen, bis auf Lehrer das Personal stellen. Ganztagsschulen müssten sich Vereinen gegenüber offen zeigen.
Barbara Schader wird nicht müde, die Vorzüge der Stadt zu preisen. Die
Nähe zur Metropolregion Mannheim-Ludwigshafen über die neue S-Bahn, moderate
Baupreise, betreutes Wohnen, ganz viele Faktoren sprächen für Bürstadt.
„Es bleibt wenig Luft zum Atmen“
Kummer-kümmert-sich-Tour zur Bürstädter Bürgermeisterin – Barbara Schader
treibt trotz Finanznot „die Lust, mit den Menschen Stadt zu gestalten“
BÜRSTADT. Barbara („Bärbel“) Schader blickt aus ihrem Bürofenster im
Bürstädter Rathaus direkt in die Zukunft. „Wo jetzt noch dieser Spielplatz
ist, entsteht eine Bewegungs- und Begegnungsanlage für alle Generationen“,
kündigt die Bürgermeisterin an. Das neue Herz der Stadt. Zwei Millionen Euro
soll das Projekt kosten. Landratskandidat Gerald Kummer (SPD) stutzt,
rechnet nach, wie die Bürgermeisterin die Investition bei einem dicken Minus
im Haushalt zu stemmen gedenkt. „Man braucht auch Glück – und die
notwendigen Kontakte“, macht Schader klar, dass die Wahl nicht zufällig auf
Bürstadt fiel. Im Juni 2014 hatte SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp 18 Kommunen
genannt, in denen „Alla-Hopp“-Anlagen gebaut werden sollen. Bürstadt zählte
dazu. Er wolle Alt und Jung einladen, sich auf den Anlagen zu treffen,
„Brücken zwischen den Generationen zu bauen“, begründete der Stifter seine
Geldgabe. Der weitläufige Bürgerhauspark biete optimale Voraussetzungen für
einen Bewegungs- und Begegnungspark im Alla-Hopp-Design. Wann es losgehe,
fragt Kummer. „Möglichst morgen“, entgegnet Barbara Schader und lächelt
zufrieden.
Die Liebe für ihre Heimatstadt sei ihr in die Wiege gelegt, erzählt die
Bürgermeisterin, die der CDU angehört, seit Juni 2013 im Amt ist,
Nachfolgerin von Alfons Haag, der 24 Jahre lang Bürgermeister in Bürstadt
war. Sie kam recht spät in die Kommunalpolitik, entdeckte „das soziale
Feld“, war in Vereinen aktiv, wurde Stadtverordnetenvorsteherin. Es sei nie
ihr Ziel gewesen, Bürgermeisterin zu werden. Doch dann fragte man sie, „und
ich stellte mich der Aufgabe“. Die einzige Frau an der Spitze einer
Stadtverwaltung im Kreis Bergstraße treibt die „Lust, mit Menschen Stadt zu
gestalten“. Das teilt sie mit ihrem Gast Gerald Kummer, der 17 Jahre lang
Bürgermeister in Riedstadt war. „Ich brauche die Nähe zu den Bürgern“, sagt
er und nickt zustimmend.
Auf seiner „Kummer-kümmert-sich“-Tour durch den Kreis, den er künftig als
Landrat gestalten will, kommt das Thema auch auf die Finanznot der Kommunen
in Hessen. Es bleibe „wenig Luft zum Atmen“, bestätigt die Bürgermeisterin,
betont aber zugleich die Einrichtungen, die sie für ihre „liebenswerte
Kleinstadt“ für unerlässlich hält: freiwillige soziale Ausgaben, wozu auch
das Erlebnisbad („ganz wichtig für die Lebensqualität“) mit einem
Zuschussbedarf von 280000 Euro im Jahr zu zähle. Man liege in Bürstadt mit
Steuern und Gebühren so, „dass wir noch familienfreundlich sind“. Die
Anhebung der Grundsteuer auf 430 Prozentpunkte sei eine „faire Belastung“.
Während das Land der Kommunen weitere freiwillige Leistungen untersage,
werde erwartet, dass der sogenannte Pakt für den Nachmittag von den Kommunen
mitgestemmt werde, gab Gerald Kummer zu bedenken. Hier seien viele Fragen
noch ungeklärt und auch offen, welche Schulen mitziehen. Es stelle sich die
Frage nach der Konnexität (Wer bestellt bezahlt). Denn der Kreis müsse
Räume schaffen, bis auf Lehrer das Personal stellen. Ganztagsschulen müssten sich Vereinen gegenüber offen zeigen.
Barbara Schader wird nicht müde, die Vorzüge der Stadt zu preisen. Die
Nähe zur Metropolregion Mannheim-Ludwigshafen über die neue S-Bahn, moderate
Baupreise, betreutes Wohnen, ganz viele Faktoren sprächen für Bürstadt.