Kummer-kümmer-sich-Tour: Landratskandidat informiert sich beim Zweckverband Abfallwirtschaft
HÜTTENFELD. Während sich Landratskandidat Gerald Kummer (SPD) auf seiner
Kümmert-sich-Tour vor der Kulisse des 50 Meter Müllberges bei Hüttenfeld
über den Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB)informieren
lässt, galoppiert eine Horde Wildschweine über den kahlen Rücken des nur
spärlich mit Vegetation überzogenen Scherbelinos und verschwindet in einer
Brombeerhecke. „Die Wildschweine richten hier Riesenschäden an“, weiß
ZAKB-Geschäftsführer Gerhard Goliasch. Der Abfalldezernent des Landkreises,
Matthias Schimpf, spricht von einer „Oase der Glückseligkeit“ für die Tiere,
die es sich auf dem Abfallberg eingerichtet haben. „Morgen ist Treibjagd“,
kündigt Goliasch das Ende der Herrlichkeit an.
Der Hügel, der in den siebziger und achtziger Jahren aufgehäuft wurde, seit
einigen Jahren abgedichtet ausgast, macht seit einiger Zeit von sich reden,
weil ihn der Zweckverband nicht nur auf großen Teilflächen mit
Photovoltaik-Elementen überzogen hat, sondern auf seiner Spitze ein fast 150
Meter hohes Windrad Energie gewinnen lassen will. Dabei rührt sich Gegenwind
wie fast überall, wo Großwindanlagen geplant werden. Der Kreis Bergstraße
ist bisher frei von Windrädern, auch weil sich Landrat Matthias Wilkes zum
Anwalt gegen diese regenerative Stromgewinnung gemacht hat. Gerald Kummer,
der sich am 22.März zu seinem Nachfolger wählen lassen will, ist „überzeugt
von der Sinnhaftigkeit“ der Windkraft, auch wenn er sie nicht bedingungslos
gegen die Menschen durchsetzen, sondern überzeugen will. „Wenn wir nichts
gegen den Klimawandel unternehmen und die Energiewende nicht hinbekommen,
wird die Natur darunter viel mehr zu leiden haben, als unter Windrädern“,
argumentiert er.
Gerhard Goliasch fehlt das Verständnis dafür, dass sich Gegner der Windkraft
sogar schützend um eine stillgelegte Müllhalde scharen. Er nennt mehrere
Gutachten, die der ZAKB im Zug des Genehmigungsverfahrens hat erstellen
lassen. Ein Fledermausgutachten des BUND und des Nabu konnte nicht
verhindern, dass die Anlage im Dezember vom Regierungspräsidium genehmigt
wurde.
Abfalldezernent Matthias Schimpf (Die Grünen) stell dem Gast die
Organisation der Abfallwirtschaft im Landkreis vor, zu denen auch die
Wertstoffhöfe gehören, wo Elektro-Klein-, aber auch -großgeräte, Batterien
sowie Energiesparlampen in haushaltsüblichen Mengen kostenlos angenommen
werden. „Die Sammelstellen werden geliebt, da stehen die Leute Schlange“,
sagt Schimpf. So ist die jährliche Mindestgebühr für die Einsammlung zum
Beispiel für 60-Liter-Behälter von 124,32 auf 133,52 Euro, für
120-Liter-Behälter von 153,73 auf 165,11 Euro und für 240-Liter-Behälter von
217,01 auf 233,07 Euro für 2015 angehoben worden. Auf diese „moderate
Erhöhung der Müllgebühren“ habe es kaum Beschwerden gegeben. Goliasch
spricht von „größter Kundenzufriedenheit“. Der Müllpreis pro Bürger steigt
demnach von 67.55 Euro im Jahr 2014 auf 70.81 Euro in diesem Jahr. Kummer,
der als Bürgermeister von Riedstadt 17 Jahre lang in Sachen
Abfallwirtschaft Erfahrung gesammelt hat, zeigt sich zufrieden mit der
ausgezeichnet organisierten Arbeit des Zweckverbands, dem allerdings noch
nicht alle Kreiskommunen angehören.
Gegenwind für ein Windrad auf dem Scherbelino
Kummer-kümmer-sich-Tour: Landratskandidat informiert sich beim Zweckverband
Abfallwirtschaft
HÜTTENFELD. Während sich Landratskandidat Gerald Kummer (SPD) auf seiner
Kümmert-sich-Tour vor der Kulisse des 50 Meter Müllberges bei Hüttenfeld
über den Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB)informieren
lässt, galoppiert eine Horde Wildschweine über den kahlen Rücken des nur
spärlich mit Vegetation überzogenen Scherbelinos und verschwindet in einer
Brombeerhecke. „Die Wildschweine richten hier Riesenschäden an“, weiß
ZAKB-Geschäftsführer Gerhard Goliasch. Der Abfalldezernent des Landkreises,
Matthias Schimpf, spricht von einer „Oase der Glückseligkeit“ für die Tiere,
die es sich auf dem Abfallberg eingerichtet haben. „Morgen ist Treibjagd“,
kündigt Goliasch das Ende der Herrlichkeit an.
Der Hügel, der in den siebziger und achtziger Jahren aufgehäuft wurde, seit
einigen Jahren abgedichtet ausgast, macht seit einiger Zeit von sich reden,
weil ihn der Zweckverband nicht nur auf großen Teilflächen mit
Photovoltaik-Elementen überzogen hat, sondern auf seiner Spitze ein fast 150
Meter hohes Windrad Energie gewinnen lassen will. Dabei rührt sich Gegenwind
wie fast überall, wo Großwindanlagen geplant werden. Der Kreis Bergstraße
ist bisher frei von Windrädern, auch weil sich Landrat Matthias Wilkes zum
Anwalt gegen diese regenerative Stromgewinnung gemacht hat. Gerald Kummer,
der sich am 22.März zu seinem Nachfolger wählen lassen will, ist „überzeugt
von der Sinnhaftigkeit“ der Windkraft, auch wenn er sie nicht bedingungslos
gegen die Menschen durchsetzen, sondern überzeugen will. „Wenn wir nichts
gegen den Klimawandel unternehmen und die Energiewende nicht hinbekommen,
wird die Natur darunter viel mehr zu leiden haben, als unter Windrädern“,
argumentiert er.
Gerhard Goliasch fehlt das Verständnis dafür, dass sich Gegner der Windkraft
sogar schützend um eine stillgelegte Müllhalde scharen. Er nennt mehrere
Gutachten, die der ZAKB im Zug des Genehmigungsverfahrens hat erstellen
lassen. Ein Fledermausgutachten des BUND und des Nabu konnte nicht
verhindern, dass die Anlage im Dezember vom Regierungspräsidium genehmigt
wurde.
Abfalldezernent Matthias Schimpf (Die Grünen) stell dem Gast die
Organisation der Abfallwirtschaft im Landkreis vor, zu denen auch die
Wertstoffhöfe gehören, wo Elektro-Klein-, aber auch -großgeräte, Batterien
sowie Energiesparlampen in haushaltsüblichen Mengen kostenlos angenommen
werden. „Die Sammelstellen werden geliebt, da stehen die Leute Schlange“,
sagt Schimpf. So ist die jährliche Mindestgebühr für die Einsammlung zum
Beispiel für 60-Liter-Behälter von 124,32 auf 133,52 Euro, für
120-Liter-Behälter von 153,73 auf 165,11 Euro und für 240-Liter-Behälter von
217,01 auf 233,07 Euro für 2015 angehoben worden. Auf diese „moderate
Erhöhung der Müllgebühren“ habe es kaum Beschwerden gegeben. Goliasch
spricht von „größter Kundenzufriedenheit“. Der Müllpreis pro Bürger steigt
demnach von 67.55 Euro im Jahr 2014 auf 70.81 Euro in diesem Jahr. Kummer,
der als Bürgermeister von Riedstadt 17 Jahre lang in Sachen
Abfallwirtschaft Erfahrung gesammelt hat, zeigt sich zufrieden mit der
ausgezeichnet organisierten Arbeit des Zweckverbands, dem allerdings noch
nicht alle Kreiskommunen angehören.