Landratswahl: Kandidat Gerald Kummer beim politischen Aschermittwoch der SPD in Rimbach
RIMBACH. Landratskandidat Gerald Kummer nutzte den politischen Aschermittwoch der SPD in Rimbach, sich und die SPD-Gemeinde kämpferisch auf den Endspurt zur Wahl am 22.März einzustimmen. Der Wahlkampf an der Bergstraße mache ihm Freude, sagte er, weil er Menschen nahe sein, mit ihnen über Sorgen und Nöte reden könne. Er begegne jedem mit Respekt. „Wenn ich verspreche, mich zu kümmern, muss auch etwas passieren. Sonst mache ich das nur einmal“, versicherte Kummer in Anspielung auf seinen Wahlspruch „Kummer kümmert sich“.
Den ersten Beifall beim politischen Aschermittwoch der Bergsträßer SPD in Rimbach erntete allerdings Lukas Rosenacker. Der Schüler, Sieger beim Regionalentscheid von „Jugend musiziert“, erfreute die Gäste (unter ihnen auch Bürgermeister Holger Schmitt) mit einer Kostprobe seines Könnens auf der Trompete. „Wir haben ihn engagiert, so lange er noch bezahlbar ist“, stellte SPD-Ortsvereinsvorsitzender Rolf Ihrig das junge Talent schmunzelnd vor.
In seiner halbstündigen Ansprache ging Kummer auch auf ein aufgerolltes Plakat ein, das ihn im Heppenheimer Stadion im Trainingsanzug laufend vor der Starkenburg zeigt: Er bevorzuge die Langstrecke, nicht den schnellen Erfolg, habe aber das Wahlziel vor Augen. Auf seiner Kummer-kümmert-sich-Tour durch den Landkreis (eine „positive Sache“) habe er vielerorts erfahren, wo der Schuh drückt. Den Bürgermeistern fehle das Geld, ihre Aufgaben zu erfüllen. Kummer forderte beim Finanzausgleich 500 Millionen Euro ein, die das Land Städten, Gemeinden und Kreisen in Hessen schuldig bleibe. Der falsch ermittelte Finanzbedarf dürfe nicht als Grundlage dafür dienen, das Geld einzuhalten. Kummer plädierte für einen höheren Spitzensteuersatz und dafür, dem Transfer von Unternehmensgewinnen ins steuergünstige Ausland einen Riegel vorzuschieben. Er rief auf, sich gegen diese Ungerechtigkeit zu erheben und der schwarz-grünen Regierung bei der Kommunalwahl 2016 einen Denkzettel zu verpassen. Die Unterbringung der Flüchtlinge dürfe ebenfalls nicht auf den Schultern der Kommunen abgeladen werden. Der Bund nehme zwar Geld in die Hand, doch das Land gebe es mit der Begründung nicht weiter, der Bedarf sei ja gedeckt. Dies sei ein Skandal.
Großen Handlungsbedarf sieht Kummer beim Sozialen Wohnungsbau. Es sei sinnvoller die 30 Millionen Euro, die der Kreis für die Unterkünfte sozial Schwacher zahlt, in den Bau bezahlbaren Wohnungen zu investieren. Inklusion („Ziel ist, dass das Anderssein normal wird“) liege ihm am Herzen, auch das ein Thema für einen Langstreckenläufer. Viel sei im Kreis für die Schulen getan worden, aber man sei noch längst nicht am Ende. Zwar trete der Kreistag in der renovierten Mensa der Karl-Kübel-Schule zusammen, doch ein paar Schritte weiter sei die Schule ein Sanierungsfall. Bei der Schulsozialarbeit sei der Kreis Groß-Gerau der Bergstraße weit voraus, sagte Kummer, der 17 Jahre Bürgermeister von Riedstadt und danach Schuldezernent des Kreises Groß-Gerau war.
Ankündigungspolitik sei nicht seine Sache, sagte Kummer mit Hinweis auf ein Zeitungsfoto, das Christian Engelhardt (CDU) am Straßenrand der B38 zeigt. In 15 Jahren habe es die von der CDU geführte Landesregierung versäumt, den Bau der Umgehungsstraße zur Entlastung der Weschnitztal-Kommunen Mörlenbach, Rimbach und Fürth zu erreichen. Weitere Themen waren die ICE-Trasse, die Grundversorgung auf dem Land, zu der auch Ärzte gehörten. Der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) warf er unter Applaus vor, nicht im Interesse der Patienten, sondern der Ärzteschaft tätig zu sein.
Rolf Ihrig und die SPD-Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht (sie sprach auch die großen Konflikte Ukraine und Griechenland an) nutzten die Gelegenheit, für einen „so engagierten Kämpfer“ wie Gerald Kummer zu werben. Seine Ausgangsposition sei gut, und die Bürger nähmen wahr, wie man „in der Union miteinander umgeht“, sagte Lambrecht. Den Streit versuche die Bergsträßer CDU unter den Teppich zu kehren. Sei zu viel unterm Teppich, könne man darüber stolpern, griff Kummer den Gedanken auf.
Hering für den Endspurt
Landratswahl: Kandidat Gerald Kummer beim politischen Aschermittwoch der SPD in Rimbach
RIMBACH. Landratskandidat Gerald Kummer nutzte den politischen Aschermittwoch der SPD in Rimbach, sich und die SPD-Gemeinde kämpferisch auf den Endspurt zur Wahl am 22.März einzustimmen. Der Wahlkampf an der Bergstraße mache ihm Freude, sagte er, weil er Menschen nahe sein, mit ihnen über Sorgen und Nöte reden könne. Er begegne jedem mit Respekt. „Wenn ich verspreche, mich zu kümmern, muss auch etwas passieren. Sonst mache ich das nur einmal“, versicherte Kummer in Anspielung auf seinen Wahlspruch „Kummer kümmert sich“.
Den ersten Beifall beim politischen Aschermittwoch der Bergsträßer SPD in Rimbach erntete allerdings Lukas Rosenacker. Der Schüler, Sieger beim Regionalentscheid von „Jugend musiziert“, erfreute die Gäste (unter ihnen auch Bürgermeister Holger Schmitt) mit einer Kostprobe seines Könnens auf der Trompete. „Wir haben ihn engagiert, so lange er noch bezahlbar ist“, stellte SPD-Ortsvereinsvorsitzender Rolf Ihrig das junge Talent schmunzelnd vor.
In seiner halbstündigen Ansprache ging Kummer auch auf ein aufgerolltes Plakat ein, das ihn im Heppenheimer Stadion im Trainingsanzug laufend vor der Starkenburg zeigt: Er bevorzuge die Langstrecke, nicht den schnellen Erfolg, habe aber das Wahlziel vor Augen. Auf seiner Kummer-kümmert-sich-Tour durch den Landkreis (eine „positive Sache“) habe er vielerorts erfahren, wo der Schuh drückt. Den Bürgermeistern fehle das Geld, ihre Aufgaben zu erfüllen. Kummer forderte beim Finanzausgleich 500 Millionen Euro ein, die das Land Städten, Gemeinden und Kreisen in Hessen schuldig bleibe. Der falsch ermittelte Finanzbedarf dürfe nicht als Grundlage dafür dienen, das Geld einzuhalten. Kummer plädierte für einen höheren Spitzensteuersatz und dafür, dem Transfer von Unternehmensgewinnen ins steuergünstige Ausland einen Riegel vorzuschieben. Er rief auf, sich gegen diese Ungerechtigkeit zu erheben und der schwarz-grünen Regierung bei der Kommunalwahl 2016 einen Denkzettel zu verpassen. Die Unterbringung der Flüchtlinge dürfe ebenfalls nicht auf den Schultern der Kommunen abgeladen werden. Der Bund nehme zwar Geld in die Hand, doch das Land gebe es mit der Begründung nicht weiter, der Bedarf sei ja gedeckt. Dies sei ein Skandal.
Großen Handlungsbedarf sieht Kummer beim Sozialen Wohnungsbau. Es sei sinnvoller die 30 Millionen Euro, die der Kreis für die Unterkünfte sozial Schwacher zahlt, in den Bau bezahlbaren Wohnungen zu investieren. Inklusion („Ziel ist, dass das Anderssein normal wird“) liege ihm am Herzen, auch das ein Thema für einen Langstreckenläufer. Viel sei im Kreis für die Schulen getan worden, aber man sei noch längst nicht am Ende. Zwar trete der Kreistag in der renovierten Mensa der Karl-Kübel-Schule zusammen, doch ein paar Schritte weiter sei die Schule ein Sanierungsfall. Bei der Schulsozialarbeit sei der Kreis Groß-Gerau der Bergstraße weit voraus, sagte Kummer, der 17 Jahre Bürgermeister von Riedstadt und danach Schuldezernent des Kreises Groß-Gerau war.
Ankündigungspolitik sei nicht seine Sache, sagte Kummer mit Hinweis auf ein Zeitungsfoto, das Christian Engelhardt (CDU) am Straßenrand der B38 zeigt. In 15 Jahren habe es die von der CDU geführte Landesregierung versäumt, den Bau der Umgehungsstraße zur Entlastung der Weschnitztal-Kommunen Mörlenbach, Rimbach und Fürth zu erreichen. Weitere Themen waren die ICE-Trasse, die Grundversorgung auf dem Land, zu der auch Ärzte gehörten. Der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) warf er unter Applaus vor, nicht im Interesse der Patienten, sondern der Ärzteschaft tätig zu sein.
Rolf Ihrig und die SPD-Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht (sie sprach auch die großen Konflikte Ukraine und Griechenland an) nutzten die Gelegenheit, für einen „so engagierten Kämpfer“ wie Gerald Kummer zu werben. Seine Ausgangsposition sei gut, und die Bürger nähmen wahr, wie man „in der Union miteinander umgeht“, sagte Lambrecht. Den Streit versuche die Bergsträßer CDU unter den Teppich zu kehren. Sei zu viel unterm Teppich, könne man darüber stolpern, griff Kummer den Gedanken auf.