Kummer-kümmert-sich-Tour: Nach Gesprächen mit 22 Bürgermeistern, Landrat Wilkes und dem Besuch vieler Einrichtungen zieht der Landratskandidat Bilanz
LANDKREIS BERGSTRASSE. „Der Einsatz hat sich gelohnt. Ich habe einen tiefen Einblick in die Situation der 22 Landkreis-Kommunen im Landkreis Bergstraße erhalten, die Rathauschefs und den noch amtierenden Landrat Matthias Wilkes alle persönlich kennengelernt“, resümierte Landratskandidat Gerald Kummer (SPD).
Seit seiner Nominierung am 22. Oktober hatte Gerald Kummer alle Bürgermeister und Barbara Schader (CDU), die einzige Bürgermeisterin im Landkreis, besucht. Darüber hinaus traf sich der Bewerber im Landratsamt zum Gespräch mit Matthias Wilkes (CDU), der nach Querelen in der eigenen Partei nicht mehr zur Wiederwahl antritt. Er habe viele Gemeinsamkeiten festgestellt, aber auch die heterogene Situation im Kreis aus der Nähe gesehen. Aufgaben für die nächsten sechs Jahre seien gesetzt und zu lösen, wenn Kreis und Kommunen solidarisch an einem Strang zögen.
So war Gerald Kummer dabei, als Herold Pfeifer (SPD) in Neckarsteinach den Brief des hessischen Finanzministers zum Kommunalen Finanzausgleich öffnete und seinem Ärger Luft machte. Er wolle nach Baden-Württemberg, schimpfte Pfeifer, weil dort die Kommunen durch das Land finanziell besser ausgestattet würden. Einigkeit beim Thema Finanzen stellte Kummer bei fast allen anderen Bürgermeistern fest. Bei aller Bereitschaft, ihre Haushalte auszugleichen, schwinge doch landauf, landab die Unzufriedenheit darüber mit, dass damit noch längst kein Geld für dringende Investitionen in den Erhalt öffentlicher Einrichtungen vorhanden sei.
Gewerbeansiedlung gemeinsam
Auch auf dem Feld der interkommunalen Zusammenarbeit sieht der frühere Bürgermeister von Riedstadt Potenzial. „Wenn man den Gedanken ernst nimmt und nicht nur darüber redet, sondern handelt, gebe ich der Kooperation zwischen Gemeinden und Landkreisen gute Chancen“, sagt Kummer, der auch bei gemeinsamen Gewerbeansiedlungen Möglichkeiten sieht. „Warum sollten sich Kommunen um Firmen streiten, wenn es auch miteinander gehen kann. Er sehe die Funktion der Kreisverwaltung vor allem in der Vermittlung, Moderation und der Förderung.
Innovativer Mittelstand im ländlichen Raum
„Ich will nicht hören, dass etwas nicht geht, sondern wie es geht. Ich bevorzuge Lösungsvorschläge“, wiederholte Kummer während seiner Kümmert-sich-Tour, die ihn in den vergangenen Wochen aber über die Rathäuser hinaus zu vielen Unternehmen und sozialen Einrichtungen führte. „Ich habe nicht nur die wirtschaftsstarke Bergstraße und das Ried kennengelernt, sondern auch die Stärken des ländlichen Raums im Odenwald. „Man glaubt ja kaum, wie viel innovativer Mittelstand fernab der Mittelzentren zu Hause ist“, sagte Kummer.
Umso wichtiger sei es, dass die B38 als Verkehrsader durchs Weschnitztal endlich ausgebaut wird. Dafür wolle er sich als Landrat mit Nachdruck zusammen mit den Landtags- und Bundestagsabgeordneten der Bergstraße, aber auch des Odenwalds einsetzen. Das Projekt sei trotz vieler Bekenntnisse jahrelang nicht von der Stelle gekommen. Ebenso verhalte es sich mit der Durchfahrt des Lampertheimer Stadtteils Rosengarten.
Bei Gesprächen in Lampertheim, Lorsch und Einhausen sei er mit dem Thema ICE-Trasse konfrontiert worden und habe klare Position bezogen. Die Schnellbahnlinie dürfe nicht wichtigen Naherholungsraum durchschneiden und müsse zum Schutz von Mensch und Natur unter die Erde gelegt werden. Zur 2017 ans Netz gehende S-Bahnlinie sagte Kummer, er halte es für ein Versäumnis, dass die Verbindung an der nördlichen Kreisgrenze bei Groß-Rohrheim ende und nicht in Zwingenberg Richtung Frankfurt fortgeführt werde. Vernetzung sei dringend notwendig, die Busverbindungen müssten weiter optimiert werden.
Die Windkraft ist an der Bergstraße ein heikles Thema. Kummer, seit 2001 in der Regionalversammlung, kennt die Diskussion um Vorrangflächen. Er hat bei den Bürgermeistern unterschiedliche Positionen zu hören bekommen. Beim Unternehmen ESM in Rimbach hat der Landratskandidat innovative Technik für Großwindanlagen kennengelernt und sich zur Windkraft bekannt. Sie sei ohne Alternative, stellte er klar. „Ich lege allerdings großen Wert darauf, die Diskussion zu versachlichen. Wer die Energiewende ernst nimmt, muss kompromissbereit sein. Windräder müssen sich dort drehen, wo dies sinnvoll ist und im Einklang mit der wertvollen Kulturlandschaft stehen“, sagte er.
„Bei den Schulen nicht nachlassen“
„Es ist leicht, die Schullandschaft an der Bergstraße zu loben“, sagt Gerald Kummer. In der Tat sei viel geschehen. Doch habe er auch gesehen, wo noch Sanierungsbedarf besteht. In der Karl-Kübel-Schule in Bensheim seien Mensa und Klassenräume schick herausgeputzt. Doch schon ein paar Schritte weiter warte im naturwissenschaftlichen Trakt eine Menge Sanierungs- und Investitionsbedarf. „Beim Schulbauprogramm darf der Kreis nicht nachlassen“, ist Kummer überzeugt. Noch wichtiger als die optimale Ausstattung der Bildungsstätten sei, dass kein Kind zurückgelassen werde. Die Schulsozialarbeit müsse verstärkt werden. Und bei der Nachmittagsbetreuung müsse endlich geklärt sein, wie der „Pakt für den Nachmittag“ konkret umgesetzt werden solle. „Nicht, dass auch hier, die Last an den Kommunen hängen bleibt und sich das Land ans Revers heftet, ein Problem mit geringer Belastung bewältigt zu haben“, sagt Kummer. Wer Bildungsarbeit ernst nimmt, darf sich nicht auf Stückwerk einlassen. Dies sei Sache des Landes und nicht der Kreise. Im Übrigen sei er für eine richtige Ganztagsschule. Großen Handlungsbedarf sieht Kummer beim Sozialen Wohnungsbau. Es sei sinnvoller, die Summe in den Bau bezahlbaren Wohnungen zu investieren, die der Kreis derzeit für die Unterkünfte sozial Schwacher zahlt.
„Es bleibt noch vieles zu tun“
Gerald Kummers Fazit nach vier Monaten intensivem Wahlkampf: „Ich habe mich in vielen sozialen Einrichtungen umgesehen, Gespräche mit der Wirtschaftsförderung, im Jobcenter Neue Wege, bei der Behindertenhilfe Bensheim, bei der Zentralen Abfallwirtschaft, bei der Winzergenossenschaft geführt, war im Welterbe Kloster Lorsch, beim Geopark, bei vielen mittelständischen Unternehmen und bei Dekan Kreh, habe nachfragt, wo der Schuh drückt, ob und wo Hilfe gebraucht wird. Und ich habe die Fastnacht aus nächster Nähe erlebt, mir kein Helau und Eijo verkniffen. Kurz: Ich habe mich im Landkreis umgeschaut und ihn mit seinen Menschen kennen und schätzen gelernt. Hier ist vieles auf einem guten Weg, aber es bleibt auch vieles zu tun, sich zu Hause zu fühlen und fürs Wohl der Allgemeinheit zu arbeiten. Hier werde ich gern Verantwortung übernehmen.“
„Ich habe den Landkreis schätzen gelernt“
Kummer-kümmert-sich-Tour: Nach Gesprächen mit 22 Bürgermeistern, Landrat Wilkes und dem Besuch vieler Einrichtungen zieht der Landratskandidat Bilanz
LANDKREIS BERGSTRASSE. „Der Einsatz hat sich gelohnt. Ich habe einen tiefen Einblick in die Situation der 22 Landkreis-Kommunen im Landkreis Bergstraße erhalten, die Rathauschefs und den noch amtierenden Landrat Matthias Wilkes alle persönlich kennengelernt“, resümierte Landratskandidat Gerald Kummer (SPD).
Seit seiner Nominierung am 22. Oktober hatte Gerald Kummer alle Bürgermeister und Barbara Schader (CDU), die einzige Bürgermeisterin im Landkreis, besucht. Darüber hinaus traf sich der Bewerber im Landratsamt zum Gespräch mit Matthias Wilkes (CDU), der nach Querelen in der eigenen Partei nicht mehr zur Wiederwahl antritt. Er habe viele Gemeinsamkeiten festgestellt, aber auch die heterogene Situation im Kreis aus der Nähe gesehen. Aufgaben für die nächsten sechs Jahre seien gesetzt und zu lösen, wenn Kreis und Kommunen solidarisch an einem Strang zögen.
So war Gerald Kummer dabei, als Herold Pfeifer (SPD) in Neckarsteinach den Brief des hessischen Finanzministers zum Kommunalen Finanzausgleich öffnete und seinem Ärger Luft machte. Er wolle nach Baden-Württemberg, schimpfte Pfeifer, weil dort die Kommunen durch das Land finanziell besser ausgestattet würden. Einigkeit beim Thema Finanzen stellte Kummer bei fast allen anderen Bürgermeistern fest. Bei aller Bereitschaft, ihre Haushalte auszugleichen, schwinge doch landauf, landab die Unzufriedenheit darüber mit, dass damit noch längst kein Geld für dringende Investitionen in den Erhalt öffentlicher Einrichtungen vorhanden sei.
Gewerbeansiedlung gemeinsam
Auch auf dem Feld der interkommunalen Zusammenarbeit sieht der frühere Bürgermeister von Riedstadt Potenzial. „Wenn man den Gedanken ernst nimmt und nicht nur darüber redet, sondern handelt, gebe ich der Kooperation zwischen Gemeinden und Landkreisen gute Chancen“, sagt Kummer, der auch bei gemeinsamen Gewerbeansiedlungen Möglichkeiten sieht. „Warum sollten sich Kommunen um Firmen streiten, wenn es auch miteinander gehen kann. Er sehe die Funktion der Kreisverwaltung vor allem in der Vermittlung, Moderation und der Förderung.
Innovativer Mittelstand im ländlichen Raum
„Ich will nicht hören, dass etwas nicht geht, sondern wie es geht. Ich bevorzuge Lösungsvorschläge“, wiederholte Kummer während seiner Kümmert-sich-Tour, die ihn in den vergangenen Wochen aber über die Rathäuser hinaus zu vielen Unternehmen und sozialen Einrichtungen führte. „Ich habe nicht nur die wirtschaftsstarke Bergstraße und das Ried kennengelernt, sondern auch die Stärken des ländlichen Raums im Odenwald. „Man glaubt ja kaum, wie viel innovativer Mittelstand fernab der Mittelzentren zu Hause ist“, sagte Kummer.
Umso wichtiger sei es, dass die B38 als Verkehrsader durchs Weschnitztal endlich ausgebaut wird. Dafür wolle er sich als Landrat mit Nachdruck zusammen mit den Landtags- und Bundestagsabgeordneten der Bergstraße, aber auch des Odenwalds einsetzen. Das Projekt sei trotz vieler Bekenntnisse jahrelang nicht von der Stelle gekommen. Ebenso verhalte es sich mit der Durchfahrt des Lampertheimer Stadtteils Rosengarten.
Bei Gesprächen in Lampertheim, Lorsch und Einhausen sei er mit dem Thema ICE-Trasse konfrontiert worden und habe klare Position bezogen. Die Schnellbahnlinie dürfe nicht wichtigen Naherholungsraum durchschneiden und müsse zum Schutz von Mensch und Natur unter die Erde gelegt werden. Zur 2017 ans Netz gehende S-Bahnlinie sagte Kummer, er halte es für ein Versäumnis, dass die Verbindung an der nördlichen Kreisgrenze bei Groß-Rohrheim ende und nicht in Zwingenberg Richtung Frankfurt fortgeführt werde. Vernetzung sei dringend notwendig, die Busverbindungen müssten weiter optimiert werden.
Die Windkraft ist an der Bergstraße ein heikles Thema. Kummer, seit 2001 in der Regionalversammlung, kennt die Diskussion um Vorrangflächen. Er hat bei den Bürgermeistern unterschiedliche Positionen zu hören bekommen. Beim Unternehmen ESM in Rimbach hat der Landratskandidat innovative Technik für Großwindanlagen kennengelernt und sich zur Windkraft bekannt. Sie sei ohne Alternative, stellte er klar. „Ich lege allerdings großen Wert darauf, die Diskussion zu versachlichen. Wer die Energiewende ernst nimmt, muss kompromissbereit sein. Windräder müssen sich dort drehen, wo dies sinnvoll ist und im Einklang mit der wertvollen Kulturlandschaft stehen“, sagte er.
„Bei den Schulen nicht nachlassen“
„Es ist leicht, die Schullandschaft an der Bergstraße zu loben“, sagt Gerald Kummer. In der Tat sei viel geschehen. Doch habe er auch gesehen, wo noch Sanierungsbedarf besteht. In der Karl-Kübel-Schule in Bensheim seien Mensa und Klassenräume schick herausgeputzt. Doch schon ein paar Schritte weiter warte im naturwissenschaftlichen Trakt eine Menge Sanierungs- und Investitionsbedarf. „Beim Schulbauprogramm darf der Kreis nicht nachlassen“, ist Kummer überzeugt. Noch wichtiger als die optimale Ausstattung der Bildungsstätten sei, dass kein Kind zurückgelassen werde. Die Schulsozialarbeit müsse verstärkt werden. Und bei der Nachmittagsbetreuung müsse endlich geklärt sein, wie der „Pakt für den Nachmittag“ konkret umgesetzt werden solle. „Nicht, dass auch hier, die Last an den Kommunen hängen bleibt und sich das Land ans Revers heftet, ein Problem mit geringer Belastung bewältigt zu haben“, sagt Kummer. Wer Bildungsarbeit ernst nimmt, darf sich nicht auf Stückwerk einlassen. Dies sei Sache des Landes und nicht der Kreise. Im Übrigen sei er für eine richtige Ganztagsschule. Großen Handlungsbedarf sieht Kummer beim Sozialen Wohnungsbau. Es sei sinnvoller, die Summe in den Bau bezahlbaren Wohnungen zu investieren, die der Kreis derzeit für die Unterkünfte sozial Schwacher zahlt.
„Es bleibt noch vieles zu tun“
Gerald Kummers Fazit nach vier Monaten intensivem Wahlkampf: „Ich habe mich in vielen sozialen Einrichtungen umgesehen, Gespräche mit der Wirtschaftsförderung, im Jobcenter Neue Wege, bei der Behindertenhilfe Bensheim, bei der Zentralen Abfallwirtschaft, bei der Winzergenossenschaft geführt, war im Welterbe Kloster Lorsch, beim Geopark, bei vielen mittelständischen Unternehmen und bei Dekan Kreh, habe nachfragt, wo der Schuh drückt, ob und wo Hilfe gebraucht wird. Und ich habe die Fastnacht aus nächster Nähe erlebt, mir kein Helau und Eijo verkniffen. Kurz: Ich habe mich im Landkreis umgeschaut und ihn mit seinen Menschen kennen und schätzen gelernt. Hier ist vieles auf einem guten Weg, aber es bleibt auch vieles zu tun, sich zu Hause zu fühlen und fürs Wohl der Allgemeinheit zu arbeiten. Hier werde ich gern Verantwortung übernehmen.“